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Trauma-

Therapie

Traumatisierend sind Erfahrungen und Erlebnisse dann, wenn sie für den Menschen eine existenziell bedrohliche und überwältigende Lebenssituation darstellen. Diese Situation überfordert die Fähigkeit des Ich's zur Organsation und Regulation. Zudem geht sie mit einem Zustand von Ohnmacht (Furcht, Hilflosigkeit, Entsetzen) einher.

Ein Trauma zeigt unbearbeitet oft noch Jahre danach heftige Symptome und beeinflusst die Lebensqualität. Angstgefühle, innere Erregtheit, Vermeidungsverhalten, wiederkehrende belastende Erinnerungen, sich fremd fühlen, Schwierigkeiten in der Beziehungsgestaltung und noch vieles mehr können Symptome eines vorangegangen traumatischen Erlebnisses sein.

Ein Trauma kann in Form einer einmaligen Erfahrung (schwerer Unfall, Naturkatastrophe, etc.) passieren oder aber auch wiederholte, langanhaltende Erlebnisse darstellen (sexualisierte Gewalt, Mobbing, Vernachlässigung, etc.). Besonders Kinder verfügen, je jünger sie sind, über weniger angemessene Bewältigungsmechanismen und sind höher gefährdet als Erwachsene.

Stellt ein erlebtes Trauma nicht selbst überwindbare Folgen für das betroffene Kind / den Jugendlichen dar, benötigt es manchmal Psychotherapie.

Vorerst ist das Wichtigste die Sicherstellung von Schutz und Sicherheit. Nach einer Krisenintervention und ausreichender Stabilisierung kann individuell über die Aufarbeitung des Traumas im Rahmen der psychotherapeutischen Behandlung nachgedacht werden. Hierzu gibt es effektive Methoden und Strategien, um die Bewältigung und Kontrolle des traumatischen Materials zu erforschen, zu optimieren, auszuarbeiten und zu integrieren.

Im geschützten therapeutischen Rahmen wird individuell am Tempo und der Belastbarkeit des Patienten die geeignete Methode gefunden und angewendet, immer unter Beachtung der Stabilität, um das Trauma aufzuarbeiten.

Weitere Informationen zur Traumatisierung finden Sie auf:

https://www.e-dietrich-stiftung.de/das-filmprojekt.html

Anbei zwei Beispielfilme über die Behandlung der Trauma-Therapie mit EMDR: